Palliativmedizinischer Konsiliardienst Reflexionen auf unserer Pinnwand
Ev. Diakonissenhaus Leipzig

Wovor haben Sie Angst beim Sterben?

Davor, dass es vielleicht lange dauert und schmerzhaft ist.
Dass das Unvermeidliche lang und schmerzhaft ist.
Vor Schmerzen. Und vor dem Gefühl, zu ersticken.
In diesem Moment ganz allein zu sein.
Nicht alles für meine Familie getan zu haben.
In diesem Moment ganz allein zu sein.
Dass der Tod unerwartet kommt und keine Möglichkeit mehr bleibt, einen Streit mit engsten Angehörigen oder Freunden noch auszuräumen.
Davor, nicht alle Dinge, Erfahrungen, Gefühle und Orte elebt zu haben, die ich hätte erleben wollen.
Die falschen Dinge für wichtig gehalten zu haben.
Nicht selbst bestimmen zu können, wann ich sterben will. Ich habe Angst vor einem langen Leidensweg.
Langes Leiden, Dahinsichen und Abhängigkeit.
Ganz allein zu sein.
Vor Schmerzen, Durst und dass es sich unnötig in die Länge zieht.
Eigentlich vor nichts. Ich weiß mich bei Gott aufgehoben. Dorthin werde ich gehen.
Dass es mit Schmerzen verbunden ist.
Schmerzen zu haben und vor dem, was danach passiert.
Das ich den Sterbeprozess bewusst erlebe. Das ich starke Schmerzen ertragen muss.
Angst macht mir die Vorstellung, die Situation des Sterbens zu begreifen, aber körperlich hilflos zu sein.
Dass ich starke Schmerzen habe.
Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterbeprozess. Ich möchte schmerzfrei sterben können.
Dass der Weg bis dahin noch schmerzhafter wird und lange dauert.
Davor, dass keiner da ist, der mir sagt, dass ich geliebt werde.
Schmerzvoll sterben zu müssen.